Lange Nacht der Museen
Lange Nacht der Museen

Aktualisiert am 24. Januar 2001
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Wer soll sich da denn noch zurechtfinden?


Die Lange Nacht ohne Streß - mit einem persönlichen Programmheft, auch zum Ausdrucken: Meine Lange Nacht ...

Da möchte man die Lange Nacht der Museen einfach nur genießen und dann das: Das Angebot an Veranstaltungen ist derartig groß, daß die Auswahl mehr als schwer fällt. Beim Blättern durch das Programm bekommt man dann manch Interessantes zu sehen, nur: Durch das Weiterblättern verschwinden die geliebten Bildschirmseiten wieder. Wer sich also sein Lieblingsprogramm merken möchte, muß die Bildschirminhalte abschreiben. Absurd!

Mit Meine Lange Nacht bekommt jeder sein persönliches Programmheft, das er zudem auch noch ausdrucken und auf die nächtliche Reise mitnehmen kann. Die Erstellung ist ganz einfach und funktioniert ganz beiläufig: Einmal im Menü "Meine Lange Nacht" mit Emailadresse und Passwort angemeldet und schon hat man sein (noch leeres) digitales Programmheft. Nun geht man ins Programm, wo man jede Veranstaltung, die Einem gefällt, ins Programmheft aufnehmen kann, indem man auf "Veranstaltung speichern" klickt. Ein kleines Pop-Up-Fenster mit einer Bestätigung erscheint, das man durch einen Klick auf "Fenster schließen" wieder entfernt. Jeder weitere Klick auf eine Veranstaltung erweitert so das persönliche Programmheft um die Programmteile, die man bevorzugt besuchen möchte. Das Ausdrucken ist ebenfalls unproblematisch, da die Website der Langen Nacht gezielt so gestaltet wurde, daß die Bildschirmseiten auf Papierseiten im DIN A4-Format passen. Zur Schonung des Druckers empfehlen wir, den Drucker vorher auf Schwarz-Weiß-Druck einzustellen.

Welche Route also soll man nehmen? Nachdem man sich sein persönliches Programmheft erstellt hat, erkennt man schnell, daß bestimmte Wunschprogramme auf gleichen Routen liegen, andere eher abseitig. Auf diese Weise kann man leicht Prioritäten setzen. Selbst Pausen und leibliche Erfrischungen können eingeplant werden: Man gehe in diesem Fall einmal kurz in die Suchmaske und wähle im Feld "Veranstaltungsart" den Punkt "Kulinarische Spezialitäten" aus. Die Angebote, die besonders lecker klingen, nimmt man durch "Veranstaltung speichern" zusätzlich in das persönliche Programmheft auf, wo sie die Argumentation für die eine oder andere Route erheblich beeinflussen dürften. Das Wunschprogramm läßt sich auf diese Weise recht appetitlich strukturieren. Anschauen kann man sich sein persönliches Programm, indem man wieder auf "Meine Lange Nacht" geht und dort "Meine Lange Nacht anschauen" klickt.

Was "Meine Lange Nacht" noch kann - Unsere Lange Nacht: Man stelle sich vor, Besuch kündigt sich an. Lange Nacht der Museen? Gute Idee! Doch wie trifft man den Geschmack der Gäste innerhalb der Unmenge an Programmen? Ganz einfach, die Gäste treffen ihn selber: Man erstellt ein persönliches Programmheft mit einigen Wunschveranstaltungen, dann bittet man seinen zukünftigen Besuch per Telefon oder Email, doch bitte einmal die Lange-Nacht-Website aufzusuchen und dort unter "Meine Lange Nacht" folgende Emailadresse und Passwort einzugeben ... Der Gast wird dann gebeten, das persönliche Programmheft einmal in Ruhe durchzuschauen und dann in das Gesamtprogramm zu gehen und Wunschveranstaltungen durch Klick auf" Veranstaltung speichern" in das persönliche Programmheft mit aufzunehmen. Auf diese Weise kann man sicher sein, daß die Lange Nacht beiden Nutzern das Richtige angeboten hat. Genau genommen erhält man in diesem Fall nicht ein persönliches, sondern ein gemeinsames Programmheft.

Zu "Meine Lange Nacht" nur eine Warnung: Denken Sie daran, daß viele bekannte Museen in der Langen Nacht recht überfüllt sind. Veranstaltungen, die auf den ersten Blick sehr attraktiv sind, verhindern so den weiteren Verlauf Ihres persönlichen Programmplanung. Es könnte günstiger sein, zu Beginn des Abends kleinere oder abseitiger gelegene Häuser aufzusuchen und erst spät zu den "trendigeren" Häusern zu fahren. Und: Das Geheimnis der Langen Nacht, jetzt sagen wir´s, liegt in einem ausgefüllten, nicht vollen Programm. Wußten Sie nicht? Der Weg ist das Ziel!
 


Besucher vor dem Domplatz

Startpunkte


Wie fährt man zur Langen Nacht?

Zentraler und bewährter Ausgangspunkt für die Reise in die Lange Nacht der Museen ist der Schloßplatz in Berlin-Mitte. Sechs der neun Busrouten starten von hier aus in alle Himmelsrichtungen, im Umkreis sind gleich mehrere Museen bequem zu Fuß zu erreichen. Gesorgt ist hier auch für leibliche Erfrischungen: Das Restaurant Buffalo sorgt fürs Catering.
Warnen müssen wir vor der Anfahrt zum Schloßplatz mit dem Auto, Parken auf dem Schloßplatz selber ist an diesem Abend nicht erlaubt (es wird abgeschleppt!). Unser Tipp: Nutzen Sie das Ticket auch für die Anfahrt zum Schloßplatz, im Ticketpreis ist die An- und Abreise mit der BVG (Tarifbereich ABC) enthalten.
Sie können natürlich auch an einer beliebigen Haltestelle zusteigen. In diesem Fall begeben Sie sich als erstes zu eines der beteiligten Museen. Spezielles gilt für die Route 9, an der sich das Feuerwehrmuseum befindet: Fahren Sie in diesem Fall vom Schloßplatz (oder einem anderen an der Route gelegenen Haus aus) mit einem Bus der Route 1 bis zur Haltestelle VEAG Medienfassade, direkt am Bahnhof Zinnowitzer Straße, dann weiter mit der U-6 zur Endstation Alt-Tegel. Von dort aus ist dann nur noch ein kleiner Fußweg zu absolvieren. Aber: Es lohnt sich!
 

Wenn Museen auf Reisen geh´n ...


Wenn Museen auf Reisen geh´n: Studenten des Studiengangs Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität haben europäische Museen in ihre Koffer gepackt. Der Ausgangspunkt dieser ungewöhnlichen Maßnahme: Das Seminar "Neue Museumskonzepte in Europa" unter der Leitung von Udo Gößwald thematisierte Häuser, die es in den letzten fünf Jahren mindestens bis zur Vorauswahl zum Museumspreis des Europarates geschafft hatten. In den Mittelpunkt der Diskussion wurden Konzept, Inhalt und Standort des jeweiligen Museums gestellt, die Studienobjekte selber mussten der konkreten Anschauung halber bereist werden. Wo dies aus technischen Gründen nicht möglich war, sollte der Blickwinkel des Reisenden hergestellt werden.

Das Seminarkonzept an sich ist deshalb ungewöhnlich, weil es selber innovativen Charakter trägt: Ein Seminar als PR-Konzept! Nutznießer einer solchen Art von Studium sind beide, Studierende und Studienobjekte; die Museen nutznießen eine ansprechende Bewerbung und die Studenten können auf praktische Weise Recherche und Präsentation verbinden. Zudem das Publikum: Ein Museum, das nämlich in einen Koffer passt, dürfte zu begreifen sein.

Zur Langen Nacht treffen sich die Reisenden wieder, auf dem Bahnhof Friedrichstrasse, jeder ein Museum und eine Idee im Koffer. Über den Abend kann man sie auf drei jeweils einstündigen Ausstellungen treffen,
18-19 Uhr im Ausstellungsraum im Bahnhof Friedrichstrasse, von
21-22 Uhr im Museum für Kommunikation, Leipziger Strasse, und von
24-01 Uhr wieder im Bahnhof Friedrichstrasse.
In den dazwischen liegenden Zeiträumen zerstreuen sich die Koffer über die Shuttle-Busse in die Lange Nacht und präsentieren sich dem mobilen Publikum; gestatten: Museumsvertreter! Bleibt nur noch eine Frage: Warum hatten wir nicht solche Dozenten?!

Wer übrigens partout nicht zur Langen Nacht gehen kann, kann sich das Projekt auch im Internet zu Gemüte führen: Unter www.museen-in-europa.org ist ein Webkatalog einsehbar.
 

Die Preußen kommen!


Zweitausendeins ist das Jahr der Preußen - 300 Jahre nach der Krönung des mark-brandenburgischen Fürsten Friedrich III. zu Friedrich I., König in Preußen sammeln sich die Museen in Berlin und Brandenburg zum preußischen Tête-à-tête, dessen Geruch auch die 9. Lange Nacht durchweht.

Ausgangspunkt des Projektes Preussen 2001 ist die gemeinsame Landesausstellung von Berlin und Brandenburg, die sich wiederum in zwölf Einzelausstellungen um zwei große Unternehmungen gruppiert: Während das Deutsche Historische Museum mit "Preußen 1701 - eine europäische Geschichte" in der Orangerie des Schlosses Charlottenburg das Thema europäisch konstelliert, konzentriert sich das Haus der brandenburgisch-preußischen Geschichte in seiner Eröffnungsausstellung mit dem Titel "Marksteine: Eine Entdeckungsreise durch Brandenburg-Preußen" vermehrt um eine Innenschau der Historie der - wie der Name schon sagt - brandenburgisch-preußischen Kulturlandschaft. Die Themenbereiche, die von den anderen Häusern angegangen werden, Bildung und Erziehung, Industrie und Landwirtschaft, Militärarchitektur, Wissenschaft und Technik und - natürlich - die hohen Künste lassen erwarten, daß das Projekt einen durchaus erhellenden Gesamteindruck auf die Kulturregion machen dürfte, zumal das Kuratorium Festivals und Einzelveranstaltungen unter seine Schwingen gebeten hat: Über 300 Veranstaltungen sind bereits im Januar Bestandteil des Jahresprogramms von Preussen 2001.

Der Online-Auftritt von Preussen 2001 präsentiert gemäß der Programmstruktur des Gesamtprojektes die zwei grundsätzlichen Veranstaltungsbereiche Landesausstellung und Festspiele , zu denen das diese Lange Nacht beherbergende Schauplatz Museum ebenso gehört wie Kulturland Brandenburg 2001, das unter der Ausrichtung des Museumsverbandes des Landes Brandenburg dezentrale Aktivitäten und Kulturprojekte in Brandenburg unterstützt und initiiert.

Die Internetseiten zum Projekt geben sich betont praktisch: Um einen optimalen Programmzugriff zu gewährleisten, wird den Internetnutzern einerseits der Eingang in das katalogartige Gesamtprogramm angeboten und andererseits spezielle Bereiche wie das Kinderprogramm oder - im wöchentlichen Rhythmus in den News - das Wochenprogramm. Selbstverständlicher Bestandteil moderner Websites ist die - ebenfalls vorhandene - Nutzungsmöglichkeit mittels Suchmaske mit Abfragemöglichkeiten nach den Kriterien Veranstaltungsort, -art, -thema, Festivalzusammenhang, Bezirk, Zeitraum, Kinderprogramm und Behindertenfreundlichkeit und natürlich über eine Volltextsuche.

"Suum cuique" - "Jedem das Seine" verkündete der Jubilar, Friedrich I., König in Preußen seinen später zu Berühmtheit gelangenden Wahlspruch; "Jedem sein Programmheft", sagten sich die Produzenten von Preussen 2001 Online und bietet auf ihren Seiten eine einfache Möglichkeit der Erstellung eines - persönlichen Programmheftes.
 

Treppen und andere Hindernisse


Tipps für Rollstuhlfahrer

Rollstuhlfahrer sehen sich in der Stadt des öfteren erheblichen Hindernissen gegenüber, auch die an der Langen Nacht teilnehmenden Häuser sind nicht alle leicht zu befahren. Zur Kennzeichnung der Rollstuhleignung haben wir auf den Programmseiten jeder Adresse deshalb ein entsprechendes kleines Zeichen beigefügt. Dieses drückt aber nur eine "bedingte Rollstuhleignung" (Türbreite mindestens 70 cm, Zugang mit maximal einer Stufe oder über Rampe mit maximal 20 Prozent Steigung) aus. Die genauen Bedingungen sollten deshalb beim Movado e.V., Telefon 030.741 51 45 erfragt werden.
 

Ein Resümeé der 8. Langen Nacht


Die Teilnahme von insgesamt 94 Museen, Galerien, Kunst- und Kulturprojekten hatten der letzen Langen Nacht einen Rekord beschert. 51.500 Menschen statteten den beteiligten Häusern während der 8 Stunden währenden 8. Langen Nacht am 26. August 2000 231.000 Besuche ab, zu den Topadressen zählten das Pergamonmuseum und der Berliner Dom mit je rund 20.000 Besuchern. Mehr als 1.000 Menschen sorgten durch ihre Arbeit nicht nur in der Vorbereitung, sondern auch in der Nacht selbst dafür, dass die Lange Nacht für alle Gäste ein fröhliches und entspanntes Ereignis wurde. Auch die Kooperation mit der BVG verlief sehr positiv. Auf 13 Sonderlinien wurden 54 Busse eingesetzt, darunter 29 behindertenfreundliche und 25 behindertengerechte Fahrzeuge. Natürlich konnten Warteschlangen auch in der 8. Langen Nacht kaum verhindert werden, doch dieses Mal war "...selbst Warten...ein Vernügen" (BZ vom 27.08.00). Das `Warteschlangen Entertainment´ jedenfalls, vom MD erfunden, von JazzRadio gemeinsam mit Spreemobil organisiert und umgesetzt vom David Beecroft Duett sowie dem Trompeter Martin Klingeberg, fand großen Anklang.

Die neue Website der Berliner Langen Nacht, seit Anfang August 2000 im Netz und vergleichsweise schwach beworben, war ebenfalls sehr erfolgreich. Bis zum 26. des Monats konnte der Server der Site etwa 1 Million Hits, 120.000 Seitenaufrufe und fast 40.000 Nutzer verbuchen. Gerade während der letzten Tage vor der Langen Nacht stieß für Einige die Technik an ihre Grenzen: AOL-Abonnenten mussten lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Der Grund hierfür war eine "enge" Leitung. Offensichtlich hatte Anbieter AOL Schwierigkeiten beim Übergang in die Leitung der Telekom. Der Provider der Lange-Nacht-Website jedenfalls hat seine Serverkapazität - so die glaubwürdige Auskunft - jüngst verzehnfacht. Das sollte eigentlich reichen ...
 

 

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