Wenn Sie dann noch "eine sehr dauerhafte Einehe" bevorzugen, dann trifft auf Sie vieles zu, was Altmeister Alfred Brehm vor rund 150 Jahren in seinem berühmten "Thierleben" über Eulen schrieb.
So machte dann auch eine anmutige Nachteule in Gestalt einer hübschen Keramik aus dem Bröhan-Museum das Rennen, als wir nach einem sowohl musealen als auch nächtlichen Bildsymbol für die 8. Lange Nacht der Museen suchten. Mitbewerber waren u.a. auch Nachtviolen (Botanisches Museum), Nachtfalter (Museum für Naturkunde), sogar Nachtmützen (Museum Europäischer Kulturen). In diesem Sommer gibt es eine rekordverdächtige Zahl von teilnehmenden Häusern - rund 90 Museen, Sammlungen, Ausstellungen und temporäre Kunstprojekte können mit dem Kombiticket bis 2 Uhr nachts besichtigt werden. So kann man auch nach 7 Langen Nächten in der Berliner Museumslandschaft Neues entdecken. Wie ja überhaupt die Besucher der Langen Nächte sehr entdeckungsfreudig sind, wie unsere Befragung im letztem Sommer gezeigt hat: Durchschnittlich werden 4 Museen angesteuert, meist solche, in denen man noch nie war, man ist mit Freunden unterwegs und man ist ein geübter Museumsgänger - genauer Museumsgängerin, denn die Mehrzahl der Lange-Nacht-Gäste ist weiblich.
Wolf Kühnelt