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Aktualisiert am 12. September 2000 |
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Die nächste "Lange Nacht der Museen" findet am 27. Januar 2001 statt.
Eine weitere Veranstaltung ist am
Die Teilnahme von insgesamt 94 Museen, Galerien, Kunst- und Kulturprojekten hat der Langen Nacht wieder einmal einen Rekord beschert. 51.500 Menschen statteten den beteiligten Häusern während der 8 Stunden währenden 8. Langen Nacht am 26. August 2000 231.000 Besuche ab, zu den Topadressen zählten das Pergamonmuseum und der Berliner Dom mit je rund 20.000 Besuchern. Mehr als 1.000 Menschen sorgten durch ihre Arbeit nicht nur in der Vorbereitung, sondern auch in der Nacht selbst dafür, dass die Lange Nacht für alle Gäste ein fröhliches und entspanntes Ereignis wurde. Auch die Kooperation mit der BVG verlief sehr positiv. Auf 13 Sonderlinien wurden 54 Busse eingesetzt, darunter 29 behindertenfreundliche und 25 behindertengerechte Fahrzeuge. Natürlich konnten Warteschlangen auch in der 8. Langen Nacht kaum verhindert werden, doch dieses Mal war "...selbst Warten...ein Vernügen" (BZ vom 27.08.00). Das `Warteschlangen Entertainment´ jedenfalls, vom MD erfunden, von JazzRadio gemeinsam mit Spreemobil organisiert und umgesetzt vom David Beecroft Duett sowie dem Trompeter Martin Klingeberg, fand großen Anklang. Die neue Website der Berliner Langen Nacht, seit Anfang August 2000 im Netz und vergleichsweise schwach beworben, war ebenfalls sehr erfolgreich. Bis zum 26. des Monats konnte der Server der Site etwa 1 Million Hits, 120.000 Seitenaufrufe und 30-40.000 Nutzer verbuchen. Gerade während der letzten Tage vor der Langen Nacht stieß für Einige die Technik an ihre Grenzen: AOL-Abonnenten mussten lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Der Grund hierfür war allerdings nicht - wie Einige vermuteten - ein schwacher Server, sondern eine "enge" Leitung. Offensichtlich hatte AOL Schwierigkeiten beim Übergang in die Leitung der Telekom. Das Problem steht natürlich im Fokus unserer Anstrengungen, die nächste Lange Nacht dürfte auch für AOL-Nutzer ohne Warteschlangen-Entertainment flott verlaufen.
Die Pressestimmen machen deutlich, auf welche Weise die Lange Nacht eine neue Beziehung der Besucher zum Musealen entwickelt: Das Museum als schönste Nebensache der Welt. "Berlins reiche Museumslandschaft [verwandelte sich] in eine heitere Party"(BZ vom 27.8.). Auch die Herkunft der Besucher selber scheint dies zu bestätigen: "In der langen Nacht gehen Leute in Museen, in denen sie noch nie waren...", zitiert die Berliner Zeitung vom 28.08. unser Programmheft und meint "Mir ist jetzt klar, woran das liegt". "Es sind nicht mehr dieselben Besucher wie am Anfang..." meint die Faz vom 28.08., "Sie kommen, ähnlich wie bei der Love Parade, aus allen Provinzen...", klar, denn "Es ist etwas Verführerisches am nächtlichen Stöbern in den Residuen der Vergangenheit." Auch die Organisation der Langen Nacht stieß auf ein positives Resümeé: "Ganz Berlin war eine Festmeile" kommentierte Sonntag früh ein Mitarbeiter des Lagedienstes im Polizeipräsidium. Es gab keine Zwischenfälle." "Der Bus-Shuttle war reibungslos abgelaufen: Voll, keine gravierenden Verspätungen", schreibt der Tagesspiegel vom 27.8.
"Oh, what a night" ruft der Berliner Kurier vom 28.08. aus. Denselben Ruf stießen wohl auch viele Nicht-Journalisten aus, bevor sie sich lustvoll der Ermattung hingaben: Nach dem offiziellen Ende der Langen Nacht verwandelte sich der Berliner Dom am Lustgarten in einen Schlafsaal. Hunderte Besucher schlummerten nach den Anstrengungen der Museumsnacht, bei mittelalterlichen Gesängen und Kerzenlicht.
Wer bevorzugt wissenschaftlich Aufbereitetem Glauben schenkt, darf sich auf eine Analyse der Langen Nacht freuen. Das Institut für Museumskunde (IFM / www.ifm-berlin.de) bereitet zur Zeit eine Publikation vor, die die Auswertung einer Befragung der Besucher der 7. Langen Nacht der Museen (August 1999) vorstellt. 40 Interviewer - davon jeweils 2 - 4 vor einem Museum - führten 900 Interviews mit Lange-Nacht-Besuchern. Einen Auszug präsentiert bereits die im September erscheinende 12. Ausgabe der museumspädagogischen Zeitschrift Durchsicht, die für Berlin und Brandenburg vom Berliner Institut für Lehrerfort- und -weiterbildung und Schulentwicklung (BIL) in Zusammenarbeit mit dem Museumspädagogischen Dienst Berlin, dem Außenamt Museumspädagogik der Staatlichen Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz und dem Pädagogischen Landesinstitut Brandenburg herausgegeben wird. Das IFM wurde 1979 innerhalb der Abteilung Generaldirektion der Staatlichen Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz gegründet und ist eine bundesweit tätige Forschungs- und Dokumentationseinrichtung mit Konzentration auf sammlungsübergreifende Aspekte des Museumswesens. Seine Arbeitsbereiche sind Museumsstatistik, Besucherforschung, europäische Projekte, Museumsmanagement, -dokumentation und -technik, Neue Medien, Museumsdidaktik und -recht. Außerdem verfügt das Institut über ein umfangreiches Museumsarchiv.
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