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»Auch ich in Arkadien!«
Johann Wolfgang Goethe, Italienische Reise
In diesem Sommer steht die Lange Nacht der Museen
unter dem Motto »Schlösser, Parks und Gärten«. Mehr als 100 Museen und Sammlungen haben
ihre Dauerausstellungen und Bestände nach
Objekten durchforstet, die mit dem Thema in Verbindung
stehen, haben ihre eigene stadträumliche Situation erkundet und die Mythologie bemüht
– »Arkadien« ist hier und jetzt.
Am leichtesten haben es natürlich
die teilnehmenden
Schlösser (Britz, Charlottenburg,
Köpenick), sie müssen
eigentlich nur die Tore weit
öffnen und sich – in Haus und
Garten – selbst ausstellen.
Einfach ist es sicher auch für
Häuser, die von einem hübschen
Park oder Garten umgeben
sind, zum Beispiel das
Liebermann-Haus am Wannsee,
von dem das Umschlag-Motiv mit der Dame auf der Gartenbank kommt,
aber auch das Georg-Kolbe-Museum oder das Brücke-Museum. Viele andere Museen interpretieren
den Garten- und Landschaftsgedanken auf höchst
individuelle Weise, mit speziellen Führungen, mit
Lesungen, Konzerten und kunstvollen Darbietungen
– ungewohnte, teils überraschende Sichten
auf ein großes Thema.
Passend dazu: Die Eröffnung der Langen Nacht
durch den Regierenden Bürgermeister vor der Kulisse des Alten Museums mit Blick auf den neu gestalteten
Lustgarten mit seinen gepflegten Rasenflächen
und den unglaublich schönen Kübelpflanzen.
Hier kann man sich bereits am Nachmittag
mit einem Picknick-Korb für die Reise durch die
Nacht stärken, hier können Spätentschlossene
ihre Tickets kaufen, hier ist der zentrale Umsteigeplatz
für die fünf Cityrouten des Bus-Shuttles.
Im Gegensatz zu den Winter-Langen-Nächten, die sich auf
eine überschaubare Fläche in
der Stadtmitte beschränken,
erstreckt sich diese 23. Lange
Nacht auf einer Fläche von
rund 400 Quadratkilometern
über das gesamte Stadtgebiet.
Die Museen am Stadtrand
werden dabei mit fünf
Außenrouten erschlossen.
Seit dem letzten Sommer hat
die Berliner Lange Nacht
auch eine zentrale Abschlussparty, diesmal findet
sie im Schlüterhof des Deutschen Historischen
Museums statt – nur durch den Kupfergraben vom
Lustgarten getrennt.
Die Berliner Abendschau, langjähriger Medienpartner
der Langen Nacht, feiert dieser Tage ihren
50. Geburtstag – deshalb von dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch!
Wolf Kühnelt
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