Lange Nacht der Museen
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»As Time Goes By...«

Wer im Internet auf der für ihre Sammlung von Redensarten und gedichteten Lebensweisheiten berühmten Adresse www.operone.de den Begriff »Zeit« nachschlägt, findet dort gleich 452 Seiten mit Sinnsprüchen der unterschiedlichsten Art – vom launigen »Eins, zwei, drei! Im Sauseschritt/ Läuft die Zeit; wir laufen mit« von Wilhelm Busch bis zum tiefsinnigen »Des Menschen Engel ist die Zeit« aus Schillers Wallenstein. Kein Wunder also, wenn die 22. Lange Nacht der Museen, die genau dieses Thema gewählt hat, ebenfalls ein geradezu überbordendes und facettenreiches Programm zu den verschiedenen Aspekten der »Zeit« anbieten kann. Passend dazu die Titel-Figur, die Kopie einer zweieinhalb Tausend Jahre alten Kore (griechisch: »Die immer Schöne«) aus der Abgusssammlung antiker Plastik, die sich vorübergehend mit den Insignien moderner Zeitmessung ausgestattet hat – die nun auch schon wieder von der Zeit überholt worden sind.
Da sind einerseits die (zeit-)geschichtlichen Museen wie das Deutsche Historische Museum oder das Jüdische Museum, die sich in Führungen und literarisch-musikalischen Programmen mit den verschlungenen Zeitläuften von den Anfängen der Menschheit bis in unsere heutigen Tage beschäftigen, andererseits die Wissenschaftsmuseen, die dem geheimnisvollen Phänomen »Zeit« nachspüren. Dass diese alles andere als ein gleichmäßig dahinfließendes Etwas ist, lässt sich besonders eindrucksvoll erleben in den beiden Berliner Planetarien, im Museum für Naturkunde und im Museum für Kommunikation. Und dann sind da natürlich all die Häuser, die am Beispiel der Künste oder der Alltagskultur zeigen, dass »Zeit« im Leben der aufeinander folgenden Generationen vor allem Wandel und Veränderung bedeutet, in der Bildenden Kunst ebenso wie in der Musik oder bei den sogenannten Neuen Medien – schon in der Antike und auch in der Gegenwart.

Im Rahmen der Langen Nacht, die ja seit langer Zeit populäres Beispiel ist für eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Museen der Stadt, gibt es in der Gemäldegalerie am Kulturforum noch den Startschuss für eine weitere große gemeinschaftliche Unternehmung der Museen: das Berliner Museumsportal. Unter www.museumsportal-berlin.de können dann nicht nur umfangreiche Informationen abgerufen oder Führungen gebucht werden, sondern – insofern ganz zeitgemäß – auch die Tickets für kommende Lange Nächte.

Wolf Kühnelt