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Die 22. Lange Nacht der Museen...
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... steht ganz im Zeichen der ZEIT – mit all ihren Facetten
von der Zeitmessung bis zur Zeitrechnung, von Chronos,
der dahin fließenden Zeit, bis zu Kairos, dem (richtigen)
Zeitpunkt. Ein ergiebiges Thema, zu dem die Museen der
Stadt in gewohnter Qualität eine Fülle von interessanten
Programmen vorbereitet haben: Ausstellungen, Führungen,
Filme oder Musikalisch-Literarisches. Passend dazu die Figur
auf dem Titelblatt – eine so genannte Kore (griechisch:
»die immer Schöne«) aus dem 6. vorchristlichen Jahrhundert,
hier als Kopie aus der Berliner Abgusssammlung, die
sich bereits für die Anforderungen unserer schnelllebigen
Zeit gerüstet hat...
Bei dieser Winter-Langen-Nacht wurde besonders großer
Wert auf die komfortable Verbindung zwischen den
teilnehmenden Museen gelegt – alle Häuser sind an den
Bus-Shuttle-Service angeschlossen und deshalb mit dem
Kombiticket bequem zu erreichen. Fünf Routen verbinden
die Museen am Lustgarten mit denen in Dahlem, das
Naturkundemuseum mit dem Planetarium am Insulaner.
Logistisches Zentrum der 22. Langen Nacht ist das Kulturforum
am Potsdamer Platz. Hier kann man Tickets kaufen,
sich über die letzten Neuigkeiten informieren oder bei
Glühwein und Pilzpfanne eine kleine Pause machen, hier
hat Radio 1 sein Gläsernes Studio für die Live-Sendung
von der Langen Nacht aufgebaut, und hier findet auch –
gleichzeitig mit dem Startschuss für das Berliner Museumsportal
– um 18 Uhr die Eröffnung durch den Regierenden
Bürgermeister Klaus Wowereit statt.
Das Kombiticket, das den Zugang zu allen teilnehmenden
Häusern und die Benutzung des Bus-Shuttles ermöglicht,
kann am Veranstaltungstag auch für die An- und Abreise
mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Bereich ABC genutzt
werden. Das Ticket kostet im Vorverkauf 12, ermäßigt 8 Euro,
am Veranstaltungstag 15 bzw. 10 Euro. Kinder unter 12 Jahren
haben freien Eintritt.
»As Time Goes By...« Herman Hupfeld
Die Erforschung der verschlungenen Läufe der Zeit sowie die der entscheidenden
Augenblicke der Menschheitsgeschichte von den Anfängen
bis heute – das ist die Domäne der unterschiedlichen historischen
Museen der Stadt. Während der Langen Nacht wird Geschichte auf
unterhaltsame Weise lebendig und erlebbar zum Beispiel im Deutschen
Historischen Museum, im Jüdischen Museum, im Iberoamerikanischen
Institut, im Informations- und Dokumentationszentrum Berlin der
Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen, im Mauermuseum, im
DDR-Museum, im Ethnologischen Museum, im Museum Europäischer
Kulturen und im Museum The Kennedys.
»The Times They Are A-Changin’...« Bob Dylan
Neben dem Meter und dem Kilogramm ist die Sekunde gewissermaßen
die dritte Säule, auf der die gesamte klassische Physik ruht – besser:
sie war es, bis Albert Einstein der Welt bewies, dass die Zeit alles andere
als ein gleichmäßig dahinfließendes Etwas ist. Angesichts der unvorstellbaren
Dimensionen, in denen sich Zeit abspielt – von den Jahrmilliarden
seit dem Urknall bis zur Femtosekunde (billiardstel Sekunde!),
die eine Atomuhr messen kann – ist es für den Laien oft schwierig, den
Durchblick zu behalten. In dieser Langen Nacht wird man dabei unterstützt
u.a. vom Museum für Naturkunde, vom Botanischen Museum,
vom Museum für Kommunikation, vom Berliner Medizinhistorischen
Museum der Charité, vom Berliner Planetarium mit Sternwarte Wilhelm
Foerster und vom Zoo Aquarium.
»Avec Le Temps...« Léo Ferré
Zeit bedeutet vor allem – Wandel. Veränderung prägt die uns umgebende
Welt, die Alltagskultur ebenso wie die Künste von der Malerei bis zur
Musik und von der Dichtung bis hin zu den Neuen Medien. Museen –
in der griechischen Antike als Sammlungen von Anschauungsmaterial
für die Ausbildung an den Philosophenschulen entstanden – sind auch
heute noch Orte, an denen sich der Besucher in der direkten Begegnung
mit den unterschiedlichsten Artefakten gleichermaßen Genuss wie
Bildung verschaffen kann – ein äußerst vielversprechender Zweiklang.
Beste Voraussetzungen dafür bieten während der Langen Nacht das
Alte Museum, die Berlinische Galerie, die Kunstbibliothek, das Kunstgewerbemuseum,
das Kreuzberg-Museum, die Deutsche Kinemathek –
Museum für Film und Fernsehen, das Deutsches Blinden-Museum, das
Hanfmuseum, der Martin-Gropius-Bau, der Hamburger Bahnhof, das
Museum Ephraim-Palais, das Museum der unerhörten Dinge, das Museum
für Fotografie, das Werkbundarchiv-Museum der Dinge, das Schöneberg
Museum – Jugendmuseum, die Neue Nationalgalerie, das Musikinstrumenten-
Museum, das Museum Knoblauchhaus, das Schwule
Museum, das Mitte-Museum am Festungsgraben und weitere Häuser.
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