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Happy »MDV 54 K 18« oder: Die Lange Nacht wird 10
Am längsten hat es gedauert, in den üppigen
Beständen der Museen der Stadt ein würdiges
Objekt als »visual key« für das Jubiläum der Berliner
Langen Nacht der Museen – der Urmutter
aller Langen Nächte – zu finden. Ein bisschen
feierlich sollte schon es sein, jeder sollte es kennen,
und der symbolische Zusammenhang sollte
sich dem Betrachter sofort erschließen. Irgendwann
stand es fest: Es ist die
Nummer »MDV 54 K 18« aus
dem Museum Europäischer
Kulturen – eine hölzerne »10«
aus der Werkstatt von G.
Grossmann in Reit im Winkel.
Herzlichen Glückwunsch!
Die Nofretete hat übrigens
die Nummer »ÄMP 21300«.
Zehn Jahre Lange Nacht – das
ist ein guter Anlass zum Feiern,
aber auch, um ein paar
neue Dinge auszuprobieren,
die Erfahrungen in anderen
Städten auszuwerten, damit die Attraktivität dieser
größten Berliner Kulturveranstaltung auch in
den kommenden Jahren erhalten bleibt. Nicht,
dass geübte Lange-Nacht-Besucher jetzt komplett
umlernen müssten, aber ein paar Neuerungen
gibt es bei dieser 21. Langen Nacht schon.
Zum Beispiel, dass die sich aus der topografischen
Situation Berlins ergebenden Zentren mit einer
hohen Konzentration von Museen – also die
Museumsinsel bis zum Nikolaiviertel, das Brandenburger
Tor mit den »Linden«, das Kulturforum
am Potsdamer Platz und die Gegend um das
Schloss Charlottenburg – mit schnellen Busverbindungen,
den Touren A, B, C, untereinander
verknüpft sind und dass diese Zentren stärker als
bisher zum Flanieren einladen.Wer will kann »seinem
« Zentrum die ganze Nacht lang treu bleiben.
Treue und clevere Lange-Nacht-Besucher nutzen
den Vorverkauf. Hier gibt es Tickets zum gewohnten
Preis von 12 €, ermäßigt
8 €, am Veranstaltungstag
kosten sie jetzt 15€ bzw. 10€.
Neben dem 10-jährigen Jubiläum
der Langen Nacht gibt
es in diesem Sommer noch
einen weiteren Anlass zum
Feiern – die 20-jährige Städtepartnerschaft
zwischen Berlin
und Paris. Und so wird
der Regierende Bürgermeister
Klaus Wowereit, wenn er
am 25. August um 18 Uhr auf
den Stufen des Berliner Rathauses
die Lange Nacht der Museen eröffnet,
nicht nur rund 100 Museumsdirektoren um sich
geschart haben, sondern auch noch ein paar
Gäste aus der Pariser Mairie.
Die abschließende Party zum Geburtstag und zur
Städtepartnerschaft und zu allem, was sonst
noch zu feiern ist, gibt’s dann ab Mitternacht im
Podewils’schen Palais in der Klosterstraße – bon
anniversaire!
Wolf Kühnelt
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