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Öfter mal was Neues...
Im letzten Winter wollten manche
Besucher der Langen Nacht ihren
Augen nicht trauen: Maskierte
Gestalten auf dem Kulturforum,
rauschende Gewänder, graziöse Musik
- ein Hauch von Venedig mitten im
eiskalten Berlin. Die Idee, für eine
Nacht den venezianischen Karneval
ins Museum zu holen, fand auf der
Stelle so viele Freunde, dass eine Fortsetzung
geradezu unausweichlich
war. So überrascht die 15. Lange
Nacht der Museen mit einem überbordenden
Programm, und gegen
Mitternacht werden auf dem Kulturforum
wieder die schönsten Kostüme
prämiert - ganz sicher ein optischer
Höhepunkt für all die Besucher, denen
bei der gleichzeitigen Feuer-Schau im
Historischen Hafen zu kalt wäre.
Auch die 15. Lange Nacht der
Museen in Berlin lebt, wie man sieht,
vom Erfindungsreichtum und nicht
zuletzt von der Ausdauer der Mitarbeiter
in den teilnehmenden
Häusern. Insgesamt
sind dort - von der
Museumsdirektorin
über die Aufsichten bis
zum Haustechniker -
beinahe tausend Menschen
im Einsatz, nicht
gerechnet die rund 600
auftretenden Künstler, die
Fahrer und Begleiter der 60
Shuttle-Busse und all diejenigen,
die durch ihren unermüdlichen Einsatz
über viele Stunden den reibungslosen
Ablauf der Langen Nacht sicher
stellen. Eine beeindruckende gemeinschaftliche
Leistung!
Neu zu entdecken sind diesmal zum
Beispiel das gerade eröffnete Keramik-
Museum und die Gipsformerei der
Staatlichen Museen in Charlottenburg,
das Arikalex Miniatur
Museum und das architektonisch
hoch interessante
Shell-Haus
am Landwehrkanal, in
dem jetzt die GASAG
residiert. Darüber
hinaus präsentiert sich
die Berlinische Galerie
mit einer Andeutung ihrer
neuen Räumlichkeiten im
ehemaligen Glaslager hinter dem
Jüdischen Museum, das Brücke-Museum
zeigt eine Ausstellung im Kunstforum
der Berliner Volksbank und
das Ethnologische Museum ist zu
Gast in den Räumen der Humboldt-
Universität.
Ein weiterer Anziehungspunkt ist
sicher der Neubau des Deutschen
Technikmuseums Berlin.
Wie immer gilt das Kombiticket
der Langen Nacht (12 Euro, ermäßigt
8 Euro) nicht nur für den Eintritt in
die beteiligten Häuser und für die
Benutzung des Bus-Shuttle-Service,
sondern auch für die An- und Abreise
mit öffentlichen Verkehrsmitteln im
Tarifbereich ABC. Kenner des Berliner
Bus- und U-Bahnnetzes können das
Ticket selbstverständlich auch für individuelle
Abkürzungen und Schleichwege
zu den einzelnen Museen benutzen,
für "Einsteiger" bieten sich
die Buslinien 148 und 348 an.
Wolf Kühnelt
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