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Lange Nacht der Museen
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Typisch europäisch...

Vor zwanzig Jahren überraschte uns der Naturforscher Rupert Sheldrake mit einem optischen Experiment, bei dem er die Porträtfotos von hundert englischen Krankenschwestern übereinander kopierte. Das Ergebnis war: Das Gesicht einer typisch englischen Krankenschwester - die so als reale Person natürlich überhaupt nicht existiert. Etwas Ähnliches muss die 1883 in Breslau geborene Katharina Simon, besser bekannt unter ihrem späteren Namen Käthe Kruse, bei der Schöpfung ihrer Puppen im Sinn gehabt haben - das typische mitteleuropäische Kindergesicht.Wir haben deshalb ein besonders schönes Exemplar aus dem Museum Europäischer Kulturen als Sinn-Bild für diese Lange Nacht der Museen ausgesucht, die das Thema des Berlin-Brandenburgischen Kulturjahres aufgreift und den Facettenreichtum des alten wie des neuen Europa widerspiegeln will.

Nun ist ja die Lange Nacht der Museen an sich schon beinahe ein europäisches Phänomen geworden. Vor sieben Jahren in Berlin ›erfunden‹, gibt es mittlerweile in rund 120 Städten Lange Nächte, darunter Paris ("Nuit Blanche"), Amsterdam ("museum-n8") und Reykjavik ("nóttinn"). Und wer seine Städtereisen in Zukunft nach den Terminen von Langen Nächten planen will, findet ab Ende August unter www.museums-naechte.de ein Portal mit Informationen zu (fast) allen Ereignissen dieser Art in Deutschland.

Eines der Erfolgsgeheimnisse der Langen Nächte scheint die Leichtigkeit zu sein, mit der man sich - auch als routinierter Kulturkonsument - über Museen, Sammlungen und Sonderausstellungen auf dem Laufenden halten kann. Deshalb stellt auch die 14. Lange Nacht der Museen wieder einige neue Häuser vor: Den Pei-Bau des Deutschen Historischen Museums, das Deutsche Blindenmuseum in Steglitz, das Museumsdorf Düppel in Zehlendorf und die Liebermann-Villa am Wannsee. Das Kinder und Jugendmuseum Prenzlauer Berg eröffnet am Nachmittag sein neues Domizil als MACHMit!Museum für Kinder. Womit wir schon bei den Kindern - und selbstverständlich deren Eltern - sind: Für sie beginnt die Lange Nacht in diesem Sommer schon um 15 Uhr! Ein gutes Dutzend Museen (siehe Mittelseiten) wird zur Bühne für die kunterbunte Märchengestalt Europinia, die auf der Suche nach ihrer entführten Schwester, der "klassischen" Europa, manches Abenteuer erlebt. Damit die Reise nicht zu anstrengend wird, sind diese Museen mit einem eigenen Kinder-Bus-Shuttle verbunden. Ausgangspunkt ist auch hier der Platz vor dem Berliner Rathaus.Wie immer ist der Eintritt für Kinder bis 12 Jahre frei. Für Erwachsene kostet das Kombi- Ticket, das die An- und Abreise mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln, die Benutzung der 13 Shuttle-Routen und den Zugang zu den mehr als hundert teilnehmenden Häusern einschließt, 12 € (ermäßigt 8 €). Der Vorverkauf in den beteiligten Museen, den Filialen der CitiBank und beim MD Berlin hat bereits begonnen, und wer den Vorteil der kostenlosen ›öffentlichen‹ Anreise in Anspruch nehmen und lange Schlangen an der Abendkasse vermeiden will, sollte möglichst davon Gebrauch machen. Das wäre dann vielleicht sogar typisch Berlinisch...

Wolf Kühnelt

 

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